Bezirkssynode tagte in Ubstadt / Letzte Sitzung der Legislaturperiode
In dieser Zusammensetzung kam die Bezirkssynode des Evangelischen Kirchenbezirks Bretten-Bruchsal zum letzten Mal zusammen – nicht nur, weil die sechsjährige Legislaturperiode nun endet. Unter dem Vorsitz von Axel Wermke legte das Kirchenparlament die Grundlage für eine neue Form der Zusammensetzung.
Wechsel im Dekanatssekretariat: Irene Link geht in den Ruhestand, Nachfolgerin ist Dorothee Strieker. Axel Wermke, Vorsitzender der Bezirkssynode, Dekanin Ulrike Trautz und Sekretärin Petra Vollmer verabschiedeten und begrüßten
„Wie die Kirche müssen auch wir als Kommune unsere Strukturen auf den Prüfstand stellen“, sagte Katharina Kimmich, Bürgermeisterin von Ubstadt-Weiher, zu den rund 90 Synodalen in der in der Mehrzweckhalle in Ubstadt. Mit Wandel sei immer auch Verantwortung und Mut verbunden, so Kimmich. Kommune und Kirche müssten deshalb „gerade im Wandel eng beieinanderbleiben und ihre Stärken verbinden“.
Mit Gottes Segen wurde Dekanatssekretärin Irene Link in den Ruhestand verabschiedet und Nachfolgerin Dorothee Strieker eingeführt. Im Sekretariat arbeitet Strieker zusammen mit Petra Vollmer, die für ihre beiden Kolleginnen ein Gebet sprach.
„Gesang benötigt echte Begleitung“, betonten Bezirkskantorin Bärbel Tschochohei und Popkantor Johannes Link und stellten ihr Projekt „Musik und Kirche“ vor. „Wir möchten Menschen fördern, die Lieder auf ihrem Instrument begleiten – egal ob Gitarre, Piano, Akkordeon, Orgel oder Ukulele.“ Das Projekt der Kirchenmusik ist im Bezirkshaushalt berücksichtigt.
Cornelia Griesbaum vom Evangelischen Verwaltungs- und Serviceamt Mittelbaden (VSA) stellte die Eckdaten des Haushalts 2026/27 vor. „Ab 2027 ist ein Budget für eine FSJ-lerin aus der Partnerdiözese Malabar in Südindien vorgesehen“, hob Griesbaum hervor. Der Bezirk fördere weiterhin Kinder- und Jugendfreizeiten, das Budget für Jugendarbeit habe man insgesamt aufgestockt. Der Haushalt mit einem Volumen von 545.429 Euro für 2026 und 537.730 Euro für 2027 wurde von der Bezirkssynode verabschiedet.
Griesbaum informierte die Synode zudem über drei regionale Dienstleistungszentren der badischen Landeskirche, die mit der Fusion der derzeit 13 Verwaltungsämter zum 1. Januar 2027 an den Start gehen sollen. Für den Kirchenbezirk Bretten-Bruchsal ist das VSA Mittelbaden mit Sitz in Bretten zuständig. „Der Name bleibt gleich – auch nach der Fusion mit den Ämtern in Karlsruhe, Pforzheim, Baden-Baden und Rastatt und der Ortenau“, erklärte Griesbaum. „Auch der Standort Bretten bleibt erhalten, die Mitarbeitenden bleiben an ihrem Arbeitsplatz.“ Neueistellungen werde man nach der Fusion voraussichtlich am Hauptstandort in Karlsruhe vornehmen, so Griesbaum.
Abschließend erläuterte Axel Wermke die anstehenden strukturellen Änderungen der Bezirkssynode für die nächste Legislaturperiode. „Die sogenannten Kooperationsräume – also die Regionen des Kirchenbezirks – gewinnen als Organisationsstruktur zunehmend an Bedeutung. Sie sollten künftig die Grundlage für die Zusammensetzung der Bezirkssynode bilden“, erklärte Wermke. Der Landeskirchenrat muss der neuen Regelung noch zustimmen.