Nachruf Matthias Gromer
1963-2025
1963-2025
Liebe Ute,
sehr geehrter Herr Gromer,
lieber Peter, liebe Angehörige,
sehr geehrte Trauergemeinde,
sehr geehrter Herr Gromer,
lieber Peter, liebe Angehörige,
sehr geehrte Trauergemeinde,
die Posaunenchorfamilie trauert um Matthias Gromer, der nun von seiner
Krankheit erlöst wurde und in Frieden gehen durfte.
Wir müssen heute Abschied nehmen von einem wundervollen Menschen
und guten Freund.
Gern bin ich daher der Bitte aus der Posaunenarbeit nach einem Nachruf
für Matthias nachgekommen. Mir ist in den letzten Tagen das eine oder
andere auch zugetragen worden und ich hoffe, ich gebe nun alles richtig
wieder. Ansonsten bitte ich um Nachsicht.
Über die musikalischen Anfänge von Matthias erzählt Helmut Lang:
Nach einem gemeinsamen Konzert mit Matthias’ Mutter an der Orgel
vereinbarten wir den ersten Posaunenunterricht für den Jungen, der bereits
im Posaunenchor Unteröwisheim aktiv war.
Mit der Bassstimme aus „Nun danket alle Gott“ stellte sich der damals 14-jährige
mit seiner Posaune bei mir vor und machte dabei alles falsch, was
man so falsch machen kann. Nach der ersten Unterrichtsstunde und nur
eine Woche später, kam Matthias wieder und machte nun alles richtig. Es
war unglaublich wie schnell er an seinem Instrument Fortschritte machte.
und schon nach kurzer Zeit auch in der Ensemblemusik erfolgreich war.
und schon nach kurzer Zeit auch in der Ensemblemusik erfolgreich war.
Helmut, schön dass Du heute hier bist und Matthias auf seinem letzten
Weg begleitest.
In dieser Zeit lernte Matthias über die Musik und das gemeinsame
Musizieren Dich, liebe Ute kennen und Ihr wurdet bald ein Paar.
Noch während seines Musikstudiums übernahm Matthias 1984 als 21-Jähriger
Noch während seines Musikstudiums übernahm Matthias 1984 als 21-Jähriger
die Chorleitung seines Posaunenchores in Unteröwisheim und führte diesen 12 Jahre.
Auch nach dieser Zeit blieb Matthias dem Chor verbunden und war
weiterhin ein besonderer Wegbeleiter. So nahm er immer wieder, zuletzt
noch im vergangenen Jahr, an der jährlichen, traditionellen Bergwanderung
teil. Selbst während seiner aktiven Zeit im Bayreuther Festspielorchester
versuchte er immer seinen Dienst dort um dieses Sommer-Wochenende
herum zu legen.
Die Bläserinnen und Bläser vom Posaunenchor Unteröwisheim sind heute
hier, um sich von Matthias zu verabschieden.
Den Bezirksbläserchor Bretten, vom Schwiegervater Ernst Daubenberger
1960 gegründet, übernahm Matthias 1994. Das Auswahl-Ensemble aus
Bläserinnen und Bläsern der Posaunenchöre des Kirchenbezirks erwarb
sich unter seiner über 30-jährigen musikalischen Leitung einen
sich unter seiner über 30-jährigen musikalischen Leitung einen
ausgezeichneten Ruf auch weit über die Grenzen des Bezirks hinaus.
Unvergessen sind uns die besonderen Gottesdienste, Abendmusiken,
Unvergessen sind uns die besonderen Gottesdienste, Abendmusiken,
Konzerte und Auftritte zu Chorjubiläen sowie Veranstaltungen auf Bezirks-
und Landesebene und ganz besonders auch die regelmäßigen
Probenwochenenden und das jährliche kleine Konzert zum Anfang der
Adventszeit.
Profitieren durften wir - die meisten als Laienmusiker- vom pädagogischen
Profitieren durften wir - die meisten als Laienmusiker- vom pädagogischen
Geschick, der unglaublichen Musikalität und von Matthias‘ unzähligen
Bearbeitungen und eigenen Kompositionen.
Als Orchestermusiker in Mannheim und später als Professor für Posaune an
Als Orchestermusiker in Mannheim und später als Professor für Posaune an
der Hochschule in Düsseldorf, war dem Profi nichts zu viel und kein Weg zu
weit, auch wenn ihm die sonntägliche Probenzeit um 8 Uhr sicherlich nicht
immer gefallen hat.
Der Professorentitel, den Matthias ab 2017 trug, war für ihn in der Arbeit mit
Der Professorentitel, den Matthias ab 2017 trug, war für ihn in der Arbeit mit
uns nicht wirklich wichtig. Aber natürlich freute er sich, wenn er stolz
berichten konnte, dass wieder einer seiner Studenten eine Orchesterstelle
erspielt hatte.
Matthias, Dein Bezirksbläserchor ist heute fast vollständig hier, um Dir
noch einmal Danke zu sagen für die gemeinsames Zeit und für die
vielen Stunden, die Du uns geschenkt hast.
Es ist uns daher ein besonderes Anliegen, heute diese Trauerfeier
gemeinsam mit den Profis des Posaunenensembles musikalisch begleiten
zu dürfen.
Neben seiner Tätigkeit als musikalischer Leiter des Bezirksbläserchores
übernahm Matthias 2002 auch das Amt des Bezirkschorleiters.
In den zurückliegenden fast 23 Jahren war er im Bläser-Bezirk Bretten und
später dann Bretten-Bruchsal der Motor für die Bläserarbeit mit unseren
Posaunenchören. Wir blicken insbesondere zurück auf
Bezirksposaunentage und gemeinsame Proben denen Matthias seinen
musikalischen Stempel aufgedrückt hat.
An der Gründung der Brettener Bläserschule 2002 hatte Matthias ebenfalls
An der Gründung der Brettener Bläserschule 2002 hatte Matthias ebenfalls
großen Anteil. Für ihn war die professionelle Ausbildung des
Bläsernachwuchses ein wichtiges Anliegen.
Auch in der Badischen Posaunenarbeit war Matthias als Dozent auf
Lehrgängen ein gefragter und sehr geschätzter Pädagoge und Musiker.
Unser Landesposaunenwart und Kirchenmusikdirektor Armin Schaefer
ist heute unter uns, um in Vertretung der Badischen Posaunenarbeit aber
Unser Landesposaunenwart und Kirchenmusikdirektor Armin Schaefer
ist heute unter uns, um in Vertretung der Badischen Posaunenarbeit aber
auch privat, Matthias die letzte Ehre zu erweisen und ein letztes Mal DANKE
zu sagen.
Mit Matthias verliert der Bläserbezirk Bretten-Bruchsal nicht nur seinen
musikalischen Mentor, sondern viele Bläserinnen und Bläser auch einen
guten Freund. Unseren Dank haben wir mit einigen von Matthias so
geschätzten Bach-Chorälen bereits vor der Trauerfeier zum Ausdruck
gebracht.
In Vertretung und im Namen unserer Bezirkskantorin Bärbel Tschochohei,
sie vertritt heute Stephan Ahrendt im Brettener Konfirmationsgottesdienst
und unserer Dekanin Ulrike Trautz, die sich auf dem Kirchentag in Hannover
befindet, möchte ich noch verlesen, was Ulrike Trautz geschrieben hat:
Die Bläserarbeit im Bezirk war bei Matthias Gromer in den besten Händen.
Das Harmonische Zusammenspiel von musikalischer Professionalität und
menschlicher Zugewandtheit, von feinem Humor und tiefgründiger
Ernsthaftigkeit in seiner Person haben mich immer sehr beeindruckt.
Einfühlsam hat er mit seiner Musik die Liebe Gottes zum Klingen gebracht
und damit die Herzen so vieler Menschen berührt. Dafür sind wir ihm unendlich dankbar.
und damit die Herzen so vieler Menschen berührt. Dafür sind wir ihm unendlich dankbar.
Für den Kirchenbezirk ist heute Bezirksjugendreferent Daniel De Jong unter
uns. Übrigens auch ein Posaunenchorbläser.
Liebe Ute, vieles von dem, was Dein Matthias für die Posaunenarbeit
gemacht hat, wäre ohne Dich an seiner Seite sicherlich nicht möglich
gewesen. Du hast im Hintergrund die vielen Fäden zusammengehalten und
nie den Überblick über die Aktivitäten Deines Mannes und den sich daraus
ergebenen Aufgaben verloren. Dafür möchte ich an dieser Stelle unser aller
Dank aussprechen.
Unser Mitgefühl gilt jetzt Dir Ute sowie der Familie Gromer und allen
Angehörigen. Wir wünschen Dir, wir wünschen Euch Kraft für die
kommende Zeit.
Bewahre uns, Gott / behüte uns, Gott / sei mit uns in allem Leiden.
Voll Wärme und Licht / im Angesicht, sei nahe in schweren Zeiten
Möge sich jeder noch einmal eine Begegnung mit Matthias in Erinnerung
rufen und sich diesen Moment dann bewahren.
Matthias, an den Worten, mit denen Deine Todesanzeige überschrieben
ist, wollen wir uns ausrichten:
Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist, spielt weiter.
Du wirst uns dabei sehr fehlen!
Dietrich Krüger, Bezirksobmann Posaunenchöre
